Wir Pendler Die Asphaltpendlerin

Raphaela Frei wohnt schon fast in ihrem geliebten Auto «Pixie». Obwohl etwas in die Jahre gekommen, lässt es sie nicht im Stich, wenn sie zwischen Nürensdorf, Brugg, Rapperswil und Muolen pendelt. Pro Woche legt sie so zwischen 500 bis 700 Kilometer zurück.

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«Pixie» lässt Raphaela Frei nicht im Stich

1:21 min, vom 8.5.2017

Pro Woche verbringt Raphaela Frei zehn bis zwölf Stunden im Auto. Auf Landstrassen und auf der Autobahn. Sie pendelt zwischen Nürensdorf, wo sie arbeitet, und Brugg, wo sie die pädagogische Hochschule besucht. Sie fährt nach Rapperswil, wo ihre Mutter wohnt und Muolen SG, wo ihr Freund eine Käserei betreibt. Kurz und gut: sie ist eigentlich immer unterwegs.

«  Mein Auto ist meine Handtasche. »
Ein gutes Gespann: Raphaela Frei in ihrem geliebten Auto «Pixie». Bis zu 700 Kilometer pro Woche legt sie damit zurück. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Ein gutes Gespann: Raphaela Frei in ihrem geliebten Auto «Pixie». Bis zu 700 Kilometer pro Woche legt sie darin zurück. SRF

Doch das Pendeln ist ihr keine Last. «Das sind Stunden, die ganz alleine mir gehören».

«Mein Auto ist meine Handtasche», sagt sie. Denn sie hat immer Ersatzkleider dabei, Proviant für sich und ihren Mops «Panda», sowie alles, was sie sonst noch so braucht. Normalerweise frühstückt sie im Auto und wenn es pressiert, verpflegt sie sich auch mittags auf der Fahrt an den nächsten Ort.

Ihr Citroen C1 sei so etwas wie ein «schwarzes Loch», sagt sie. Immer wieder finden die Mechaniker nach dem Service Schmuckstücke oder andere Kleinigkeiten, die Raphaela im Auto hat liegen lassen.

«  Ich würde meine Familie besuchen, auch wenn ich noch viel weiter fahren müsste. »

Raphaela pendelt auch darum so viel, weil sie sich mit ihrer Mutter und ihren fünf Geschwistern eng verbunden fühlt. «Wir sind alles Familienmenschen», sagt sie. «Ich würde sie auch besuchen, wenn ich noch viel weiter fahren müsste».

Wenn Sie ihren Freund in Muolen SG besucht und ihm manchmal in der Käserei hilft, dann fühlt sie sich glücklich. «So möchte ich leben», freut sie sich. «Hier, nahe bei der Natur, wo es nach Milch und Käse riecht. Ja, ich bin ein richtiges Landei! Und jetzt habe ich meine grosse Liebe gefunden. Was will ich noch mehr !»

  • Die liebste Morgenverpflegung im Auto sind Nutella-Brötchen oder Schokobiscuits.
  • Ihr Kühlschrank heisst «Lisa», ihre Handorgel «Alberta», ihr Auto «Pixie».
  • Ihr ständiger Begleiter ist ein Mops, der seltsamerweise auf den Namen «Panda» hört.
  • Ihr liebstes Musikstück beim Pendeln: «Delilah» von Tom Jones
  • Pendelstrecke von Raphaela Frei
    Nürensdorf – Brugg
    Brugg – Nürensdorf
    Nürensdorf – Rapperswil
    Rapperswil – Muolen SG
    Muolen – Nürensdorf