Zum Tod von Bee Gees-Sänger Robin Gibb

Robin Gibb ist tot. Der BeeGees-Sänger erlag gestern im Alter von 62 Jahren einem schweren Krebsleiden.

Bildlegende: Keystone

Gibb hatte gemeinsam mit seinen Brüdern Maurice und Barry die Popband «Bee Gees» gegründet und war mit Hits wie «Stayin‘ Alive», «Night Fever» und «Massachusetts» weltbekannt geworden.

Wollte man Robin Gibbs Leben tragisch erzählen, müsste man schreiben: Die Emanzipation ist ihm nie wirklich gelungen.

Während die meisten Hits allesamt von seinen Brüdern und ihm geschrieben wurde, gelang es Robin Gibb nie, aus dem Schatten von Bruder Barry Gibb zu treten. Dafür war Barrys Falsett-Stimme viel zu erfolgreich. Robin und sein 1988 verstorbener Bruder Maurice überliessen dem Ältesten die Bühnenmitte und waren fortan zweite Garnitur.

Doch immerhin gelang Robin Gibb in Deutschland 1983 auch ein Solo-Nummer-Eins-Hit mit «Juliet».

Abgesehen von diesem Soloprojekt verlief Gibbs-Karriere in ruhigen Bahnen. Nicht so sein Privatleben: Nach verschiedenen Hochzeiten und ebensovielen Scheidungen hinterlässt Gibb mehrere Kinder.

Seine jüngste Tochter Snow Robin stammt aus einer Beziehung mit einem Hausmädchen. Aus erster Ehe kommen die Kinder Spencer und Melissa, aus dritter Ehe die Kinder Dwina und Sohn Robin-John Gibb, genannt RJ. Mit ihm zusammen komponierte Robin Gibb das Klassikwerk «Titanic Requiem» in Erinnerung an die Opfer des Untergangs der Titanic vor 100 Jahren.

Das Requiem wurde am 10. April in London uraufgeführt. Gibb, der eigentlich selbst auftreten und eines der zwölf Stücke singen wollte, lag zu diesem Zeitpunkt bereits im Krankenhaus. 

Am Sonntagmorgen ist Robin Gibb im Alter von 62 Jahren gestorben. Bruder Barry, der immer erste unter den Gibb-Brüdern, ist nun der letzte lebende «Bee Gees».

Moderation: Stefan Kohler, Redaktion: Roli Lüthi