«Altenpflege mit Quereinsteigern?» Dieter Hildebrandt

Rainer Brüderle ist Fraktions-Vorsitzender der FDP im Deutschen Bundestag und ein weiteres Lieblings-Feindbild von Dieter Hildebrandt. Warum? Unter anderem wegen der Idee, mit Quereinsteigern die Alten zu pflegen. Auch reizvoll sind inkompetente Quereinsteiger-Journalisten.

Dieter Hildebrandt ist ein «Bühnentier». Er wird dieser Tage 85 Jahre alt, aber ein Leben ohne Bühnenauftritte scheint für ihn undenkbar. Der Kabarettist ist mit seinem aktuellen Programm «Ich kann doch auch nichts dafür» unermüdlich kreuz und quer in Deutschland unterwegs. Trotz Leseschwäche nimmt er nach wie vor scharf und mit viel Humor Politik und Kirche aufs Korn. Altsein ist ein wesentliches Thema für den begnadeten Spötter Hildebrandt. Und da greift er natürlich auf eigene Erfahrungen zurück. Aber nicht etwa jammernd, sondern mit sehr viel Selbstironie.

Dieter Hildebrandt wurde 1927 in Niederschlesien, geboren. Mit Sammy Drechsel gründete er 1956 die «Münchner Lach- und Schiessgesellschaft», zu deren Ensemble er bis 1972 gehörte. Später arbeitete er mit dem Kabarettisten Werner Schneyder zusammen und hatte grossen Erfolg mit den TV-Serien «Notizen aus der Provinz» und «Scheibenwischer». Filme wie «Kir Royal» und «Kehraus» machten ihn berühmt.

Hildebrandt erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Grimme-Preis in Gold, Silber und Bronze. Er ist Autor erfolgreicher Bücher und Hörbücher und seit 2010 mit dem aktuellen Programm «Ich kann doch auch nichts dafür» auf Tournée.

Sie können diesen Ausschnitt im Programm-Mitschnitt des Salzburger Stiers 2011 in zwei Teilen unter den folgenden Links nachhören.

Redaktion: Margret Nonhoff