Aus den Nischen muss man fischen

1964 singt der neunjährige Jöcheli Rittmeyer in der Ostschweizer Lokalsendung «Blick ins Land» mit frechem Selbstvertrauen ein Lied darüber, dass der Platz zum Spielen immer weniger wird.

Zehn Jahre später - inzwischen ist er Primarlehrer, Journalist und verurteilter Dienstverweigerer - taucht Joachim Rittmeyer wieder auf: als Kabarettist. Achtzehn Soloprogramme sind seither entstanden (zuletzt «verlustig») und für viele davon ist Rittmeyer mit renommierten Preisen ausgezeichnet worden.

Joachim Rittmeyer ist eine Art «kabarettistische Dreifaltigkeit», denn er erscheint auf der Bühne immer auch als Theo Metzler und als Hanspeter Brauchle. Metzler, der «Zeremonienmeister sinnfreier Rituale» (Mittwoch), und Brauchle, ein «Seismograf für die Erschütterungen des Alltäglichen» (Dienstag, Donnerstag), geben sich natürlich auch auf der DRS1-«Hörbühne» die Ehre. Vervollständigt wird die Rittmeyer-Woche mit einem Kinder- und einem Kirchenlied (Montag) und einem Ausschnitt aus dem Zwei-Mann-Stück «Die Nachtabsenkung» (Freitag), in dem es Joachim Rittmeyer mit seinem Kabarett-Kollegen Patrick Frey aufnimmt.

Montag, 24. August: «Gampirössli» (1964) und «Der Organist» (2007)
Dienstag, 25. August: «Agenda» (1998)
Mittwoch, 26. August: «Der Hohlraumveredler» (1998)
Donnerstag, 27. August: «Schnellkasse» (1998)
Freitag, 28. August: « Die Nachtabsenkung» (2001)

Redaktion: Anina Barandun