Karl Valentin und Liesl Karlstadt

Ein anarchischer «Volkssänger» mit bayrischem Wortwitz. Einer, der Phrasen «ad absurdum» führte, weil er sie beim Wort nahm.

Ein «Skelettgiggerl» war er, der Komiker und Volkssänger Karl Valentin (1882), ein mageres Brathähnchen. Und er machte seinen langen, «zaundürren» Körper zu seinem Markenzeichen.

Liesl Karlstadt trat ursprünglich als Soubrette auf. Valentin sagte zu ihr: ... «A Soubrette muß ganz kess sein, die muss an Busen haben. Des is nix für Sie. Aber Sie sind sehr komisch, Sie müssen sich auf das Komische verlegen.»

Ab 1915 arbeiteten die beiden über 30 Jahre lang zusammen, - ein Traumpaar des Deutschen Kabaretts, - bis Liesl Karlstadt einen Nervenzusammenbruch hatte.

Nach dem 2. Weltkrieg versuchten beide, an die alten Erfolge anzuknüpfen. Aber die schlimmen Jahre hatten zu viel verändert. Sein Publikum -, seine «lieben Münchner», - vergass Karl Valentin. Er starb, völlig unterernährt am Rosenmontag 1948 an einer Lungenentzündung. Liesl Karlstadt konnte ihre Karriere als Schauspielerin fortsetzen. Sie lebte bis 1960.

Heute: «Im Schallplattenladen» und «Beim Feuerwerk» (1930)

 

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Redaktion: Margret Nonhoff