Mani Matters Minidramen: «Einer ist zuviel»

Zufälle gibts! Da steigen gleichzeitig zwei Diebe in die gleiche Wohnung ein. Das Dumme ist nur: Keiner von beiden hat Lust auf Schweinswürstchen und Sauerkraut.

Das «Rumpelbuch» ist 1976 erschienen, vier Jahre nach Mani Matters Tod. Es versammelt Geschichten, Notizen, Gedichte und Minidramen aus dem Nachlass und beweist, dass der Berner Troubadour weit mehr war als nur «dä, wo so Liedli macht». Einige der kurzen Dialogszenen hat Charles Benoit bereits im Jahr ihres Erscheinens für Schweizer Radio DRS inszeniert.

Trotz der ungewohnten Form verraten die absurden Miniaturen ihren Autor: Meist sind es zufällige Alltagssituationen, in denen zwei Figuren aufeinandertreffen und sich sofort in lustvolles Philosophieren verstricken, bis sich die Welt um sie zu drehen beginnt und die Zuhörer dasselbe «metaphysische Gruseln» packt wie Mani Matter in seinem berühmten Coiffeur-Stuhl.

Mit: Margaret Carl, Klaus Schwarzkopf und Hans-Dieter Zeidler
Musik: Klaus Sonnenburg
Regie: Charles Benoit (SRF 1976)

Redaktion: Anina Barandun