«Wir leben Zürich» von Lorenz Keiser

2008 hat sich die Stadt Zürich eigens für die Fussball-EM ein Motto ausgedacht: «Wir leben Zürich». Die Erfinder dieses windschiefen Satzes waren zuversichtlich, dass er sich viele Jahre halten würde. Und sie hatten Recht.

Aber zu verdanken haben sie das einzig und allein einer Kult-Kolumne von Lorenz Keiser. Ohne sie wäre der Slogan sicher längst vergessen.

Ein Multitalent

Mit «Zug verpasst» ist Lorenz Keiser 1989 ein fulminanter Karriere-Start als Solo-Kabarettist gelungen. Sieben weitere Kabarett-Programme folgten, zuletzt «Big Bang», in dem Lorenz Keiser durch fünf Milliarden Jahre Erdgeschichte galoppiert. Fast gleichzeitig mit «Big Bang» feierte Ende 2010 Keisers erste Kino-Komödie «Länger leben» Premiere, in der es nicht um den Anfang des Universums, sondern um das individuelle Sterben zweier Männer geht, die sich auf einen abenteuerlichen Organtausch (Herz gegen Lunge) einlassen.

Auf der Hörbühne glänzt Lorenz Keiser in seiner künstlerischen Ur-Disziplin: Er liest vier seiner beliebten «Schlagseite»-Kolumnen aus dem «Tages-Anzeiger». Und zu guter Letzt gibt es ein Wiederhören mit seinen Eltern, César Keiser und Margrit Läubli, für die der 1959 geborene Sohn ein paar unvergessliche Nummern geschrieben hat.

Aus urheberrechtlichen Gründen können wir die Sendung leider nicht zum Nachhören anbieten.

Redaktion: Anina Barandun