1+2/4: «Der Apfel fällt nicht weit vom Krieg»

Der französische Schauspieler und Autor François Pérache und Sabine Zovighian verbinden in seinem Hörspiel Nachforschungen über die eigene Familiengeschichte mit Recherchen zur französischen Geschichte. Wie hängen die blutigen Ausschreitungen von 1961 mit den Terroranschlägen von 2015 zusammen?

Das Bataclan in Paris.
Bildlegende: Das Bataclan in Paris. Keystone / Kamil Zihnioglu

2. Oktober 1961: Der Algerienkrieg wütet. Der Polizist George Pérache wird in Paris von der Algerischen FLN, der Nationalen Befreiungsfront, erschossen.

17. Oktober 1961: das Massaker von Paris. Das brutale Vorgehen der Polizei gegen eine nicht genehmigte, aber friedliche Demonstration der algerischen Unabhängigkeitsbewegung FLN führt zu fast 200 getöteten Algeriern.

13. November 2015: François Pérache, der Enkel des ermordeten Polizisten, macht sich in Paris auf den Weg in Richtung Bataclan. An diesem Abend werden hier 130 Menschen getötet und 683 verletzt.

Gibt es da überhaupt einen Zusammenhang? Was resultiert woraus? Wie hängt Geschichte mit Geschichten zusammen? Pérache lässt Recherchiertes mit Erinnertem, Vermutetes mit Belegtem, Fakten mit Fiktionen in Verbindung treten – und Tragisches mit Komischem.

SRF sendet am 24.03.2019 die beiden ersten Folgen der Hörspielserie (Folge 1: «Sohn, Steine, Scherben» und Folge 2: «Der Kommissar geht um»). Am Sonntag, 31.03.2019, ebenfalls um 17 Uhr dann die Folgen drei und vier (Folge 3: «Bei Anruf Mord», Folge 4: «Bittersüsse Geschichtsstunde»).

Mit: François Pérache (François), Friedhelm Ptok (Kommissar Maigret), Sigrid Burkholder (Bienfait), Peter Clös (Archivar, Zeitzeuge Polizei), Angelika Avenel (Theaterschauspielerin, Psychoanalytikerin) u.a.

Aus dem Französischen von Annika Erichsen - Bearbeitung und Regie: Annika Erichsen - Tontechnik: Daniel Dietmann und Ulrike Wiebelitz - Produktion: WDR 2018 - Dauer Teil 1 und 2: 61', Teil 3 und 4: 53'

Dieses Hörspiel in 4 Folgen seht Ihnen beim WDR für eine begrenzte Zeit zum Nachhören zur Verfügung.

Redaktion: Katrin Zipse