«243 Tage» von E. Pascale

Der Tod ist ein Begleiter im Leben, von Anfang an. Diese grausame Tatsache wird einem besonders bewusst, wenn ein Kind vom Tod bedroht ist. Noch grausamer ist es, wenn dieser Fall während einer Schwangerschaft eintritt. Die Autorin E. Pascale erzählt, wie eine Familie versucht damit umzugehen.

Im Hörspiel «243 Tage» hat ein Fötus keine Chance auf ein Leben.
Bildlegende: Im Hörspiel «243 Tage» hat ein Fötus keine Chance auf ein Leben. Colourbox

Sie sind eine Familie, zuhause irgendwo auf dem Land. Eine laute Mutter, ein leiser Vater, sechs Töchter. Eine der Töchter ist schwanger, in der 23. Woche. Das erste Enkelkind soll geboren werden. Darauf hatte die werdende Grossmutter gewartet.

Dann ein Frauenarztbesuch. Und die pränatale Diagnose: bilaterale Nierenagenesie. Der Embryo kann keine Nieren entwickeln. Das bedeutet: keine Chance auf Leben.

Die junge Frau, die schon fast eine Mutter ist, muss sich entscheiden, wie lange sie das Kind noch in sich tragen will. Ein Kind, dessen Geburtstag auch der Todestag sein wird. Die ausweglose Situation wird zur Prüfung für die ganze Familie.

E. Pascale begibt sich mit ihrer Hörspiel-Erzählung in einen existentiellen Grenzbereich. Und sie stellt sich dem schwierigen Versuch zu verstehen, dass die Frage nach dem Beginn des Lebens eine Frage ist, auf die es keine allgemein gültige Antwort zu geben scheint.

Der heikle Umgang mit der pränatalen Diagnostik wird auch im SRF-Fernsehfilm «Unser Kind» thematisiert. TV-Premiere am Sonntag 9. November um 20.00 Uhr auf SRF 1.

Mit: Gloria Endres de Oliveira (Elisabeth), Natalia Belitski (Viktoria), Nora Abdel Maksoud (Heidi), Dana Cebulla (Mutter), Karolin Peiter (Julia), Hans Peter Hallwachs (Frauenarzt), Roland Hemmo (Oberarzt), Gertrud Roll (Frau hinter Glasscheibe), Alice Dwyer (Kinderärztin), Walter Quintus (Portier), Katarina Schröter (Kellnerin), Julia Kreusch (Assistentin)

Regie: Antonia Gilani - Produktion: SRF 2013 - Dauer: 48'

Redaktion: Reto Ott