3/3: «Eugénie Grandet» von Honoré de Balzac

Ausser sich über den Verrat seiner Tochter, hält Grandet Eugénie wie eine Gefangene im Haus. Von der Hartherzigkeit ihres Mannes niedergedrückt, stirbt Eugénies Mutter. Fünf Jahre später stirbt auch Grandet und Eugénie wird zur reichen Alleinerbin. Doch Charles meldet sich nicht mehr.

"Molière schuf den Geizhals, ich aber schuf den Geiz" - befand Honoré de Balzac über seinen 1834 erschienenen Roman "Eugénie Grandet". Und so wird der Geiz bei ihm zum Symptom einer materiell verblendeten Gesellschaft, in der sich die junge Eugénie wie ein Fremdkörper bewegt. Balzac schreibt über ein Frankreich der Restauration, zerrissen zwischen Rückschritt und Modernisierung, Peripherie und Zentrum. Eine Welt der Verderbtheit, die alle zu überrennen scheint, die nicht dem Egoismus frönen.

Mit: Peter Mati? (Erzähler), Max von Pufendorf (Erzähler), Sabine Falkenberg (Erzählerin), Maren Kroymann (Erzählerin), Lisa Hrdina (Eugénie Grandet), Matthias Habich (Monsieur Grandet), Verena von Behr (Madame Grandet), Laurenz Laufenberg (Charles), Erika Skrotzki (Nanon) u.a.

Aus dem Französischen von Mira Koffka - Musik: Christian Zanési - Hörspielfassung: Helmut Peschina - Tontechnik: Jean Boris Szymczak - Regie: Marguerite Gateau - Produktion: DLF Kultur 2015 - Dauer: 58'

Redaktion: Katrin Zipse