50 Jahre «Totemügerli» – eine Hommage mit Franz Hohler und Gästen

Im September 2017 feierte SRF einen ganz besonderen Geburtstag. Es war der 50. der bekanntesten berndeutschen Geschichte der Schweiz. Mit ihr hat sich der Oltner Franz Hohler schon zu Lebzeiten unsterblich gemacht. Die erfundene Sage von Schöppelimunggi und Houderebäseler ist zum Volksgut geworden.

«Es bärndütsches Gschichtli» stammt aus Franz Hohlers zweitem Soloprogramm «Die Sparharfe». Es hat seit 1967 eine beispiellose Karriere hingelegt. Kaum ein Geburtstags- oder Hochzeitsfest, kaum ein Zusammensitzen ums Lagerfeuer vergeht, ohne dass jemand den überbordend sprachspielerischen Text aufzusagen beginnt.

«Totemügerli» sind Geister und leben ewig. Aber die Erzählungen über sie wandeln sich mit der Zeit und von Ort zu Ort. Darum hat Franz Hohler auch eine französische und eine rätoromanische Variante des «Bärndütsche Gschichtli» verfasst. Aber nicht nur erzählerisch, auch sprachlich hat diese in erfundenem Dialekt geschriebene Geschichte Wurzeln geschlagen: Wörter wie «aaschnäggele» oder «ugantelig» sind aus dem Hohlerschen Urtext ausgebrochen und in den Alltagswortschatz eingegangen.

Der von SRF organisierte Geburtstagsanlass versammelte auf der Bühne des Kleintheaters Luzern Künstlerinnen und Künstler, die das Publikum mit eigenen «Totemügerli»-Erfindungen überraschten. Dazu kamen Experten, die das Wesen und Wirken dieser Geschichte sprachlich und literarisch einordneten. Und natürlich sass mitten in der Schar von Gästen Franz Hohler selbst und steuerte so manche Anekdote bei.

Der Abend wurde am Samstag, 23. September 2017 im Kleintheater Luzern aufgezeichnet. Die Sendung ist ein stark gekürzter Querschnitt der rund zweistündigen Veranstaltung.

Mit: Franz Hohler und den Gästen Markus Gasser, Bänz Friedli, Roberta Gado, Nora Gomringer, Ernst Gunti, Camille Lüscher, Judith Stadlin und Lo & Leduc

Musik: Albin Brun - Moderation: Monika Schärer - Redaktion: Barbara Anderhub, Markus Gasser, Christian Schmutz - Produktion: SRF 2017 - Dauer: 49'

Redaktion: Reto Ott