«Abdrift» von Regine Elbers

Flucht aus akuter Not andersrum: von Nord nach Süd. In Westeuropa herrscht Chaos und Zerstörung nach einem Super-GAU. Die Aussengrenzen werden dicht gemacht. Eine Frau versucht die Flucht aus Deutschland Richtung Afrika, zusammen mit ihrem Baby. Ihr Mann hält die Stellung in einem Radiosender.

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Durch einen Kernwaffen-Unfall sind Deutschland und weite Teile Europas unbewohnbar geworden. Die Infrastruktur ist zerstört, Verkehr und Telekommunikation funktionieren nur noch rudimentär, viele Grenzen werden dicht gemacht, da international Verunsicherung herrscht.

Carla flieht mit ihrem Kleinkind Richtung Afrika, um sich vor radioaktiver Strahlung in Sicherheit zu bringen. Ihr Mann Florian, Rundfunkredakteur, ist zum Zeitpunkt der Katastrophe im Funkhaus. Er hält dort die Stellung, versucht über Notprogramm die Bevölkerung zu informieren. Nach vielen vergeblichen Versuchen gelingt es dem Paar, Kontakt aufzunehmen. Aktuelle Lage und Handlung erschliessen sich aus ihren Gesprächen, die immer wieder unterbrochenen werden. Als Carla mit ihrem kleinen Sohn das Mittelmeer überqueren will, spitzt sich die Situation dramatisch zu.

Regine Elbers ist gelernte Tontechnikerin, arbeitete als solche beim Bayrischen Rundfunk. Sie studiert aktuell beim Experimentellen Radio der Uni Weimar. Im Rahmen ihrer Bachelorarbeit hat sie das Hörspiel «Abdrift» geschrieben und realisiert. Es erzählt die dystopische Geschichte rein über fragmentierte Telefondialoge und Klang.

Mit: Dascha Trautwein (Carla), Björn Boresch (Florian), Jules Zelger (Baby Max), Alfredo Ardia (Polizist / Telefondurchsagen), Vivien Schütz (Telefondurchsagen)

Musik: Edgar Roos (Cello), Komi Giom Ozou (Djembé, Adondo)
- Klangkomposition Ton und Regie: Regine Elbers -
Produktion: Experimentelles Radio Weimar 2018 - Dauer: 48'

Redaktion: Mark Ginzler