«Als die Echos noch gepachtet wurden» von Theo Wyler

Wie hat sich die Schweiz zu einer Supermacht des internationalen Tourismus entwickelt? Der Autor Theo Wyler hat Quellen und Zeugnisse aus der Früh- und der Pionierzeit des Fremdenverkehrs in der Schweiz gesammelt. Darunter findet sich Mahnendes und Kritisches, aber auch Vergnügliches und Kurioses.

Bis ins 18. Jahrhundert begaben sich – ausser den Hirten, die dazumal schon verschiedene Alpweiden nutzten – praktisch nur Handelsleute, Militärs, Spinner und Forscher freiwillig in die Berge. Aber mit dem philosophischen Ruf «Zurück zur Natur» änderte sich dies schlagartig. Sehr schnell gehörte der Weg in die hehre Bergwelt zur Pflicht einer anständigen Bildungsreise, die bis anhin vor allem in die Städte, zu den Wirkungsstätten von Denkern und Wissenschaftlern geführt hatte. Nun aber wollte man sich mit eigenen Sinnen von der Schönheit jener Alpen überzeugen, deren überwältigende Grandiosität Albrecht von Haller 1795 in einem fast fünfhundert Strophen langen, schwärmerischen Epos beschrieben hatte.

Diese neue Entwicklung wurde zuerst euphorisch gefeiert, aber bald schon mehrten sich die kritischen Töne. Kein Wunder, war doch die mehrheitlich arme Bevölkerung der Meinung, bei diesem über sie hereinbrechenden Strom gut betuchter Touristen solle auch für sie ein rechter Batzen abfallen.

Theo Wyler war jahrzehntelang in der Tourismusbranche tätig. Er sammelte in dieser Zeit eine Vielzahl früherer Reiseberichte, aus denen er eine spannende literarische Reise durch die Anfänge des Schweizer Tourismus zusammenstellte. Buschi Luginbühl wählte aus dieser Sammlung einige Geschichten aus, ergänzte und bearbeitete sie für das SRF-Hörspiel.

Mit: Dietmar Schönherr (Mann 1), Jürgen Cziesla (Mann 2), Heiner Hitz (Mann 3), Franziskus Abgottspon (Mann 4), Katharina von Bock (Frau)

Musik: Priska Walss (Alphorn) - Tontechnik: Monica Kilchenmann - Hörspielbearbeitung und Regie: Buschi Luginbühl - Produktion: SRF 2001 - Dauer: 50'

Redaktion: Reto Ott