«Angst und Abscheu in der BRD – Sendezwang» von Dirk Laucke, Thomas Mahmoud und Matthias Platz

Logbuch einer Reise ins gesamtdeutsche Herz: Zwei Gonzo-Journalisten, Verfechter subjektiver Recherchen reisen durch die Republik und lassen ihre Landsleute ins Mikro sprechen u.a. zur politischen Vergangenheit, zu Rassismus, Antisemitismus und Israelkritik.

Menschen in einer Einkaufsstrasse in Köln.
Bildlegende: Reise ins gesamtdeutsche Herz. Keystone

Ideologien, rechte wie linke, attackieren den Mainstream. Totalitäre Einstellungen im Namen des Friedens oder des Hasses und revisionistische Sichtweis auf die deutsche Geschichte sind vernehmbar. Ihre Originaltöne ergeben ein Kriegstagebuch mit illustren Gästen: Als Kommentatoren treten auf die Witwe von Jean Baudrillard, der Ur-Ur-Ur-Enkel Otto von Bismarcks und Mandy Butler, die Schwester von Judith Butler, der Queer-Theoretikerin.

Dabei wird die heutige Diskussion auf die deutsche Öffentlichkeit fokussiert, weil die Macher bei ihrem Gonzo-Ansatz - alleine schon aus sprachlichen Gründen - auf ihren eigenen Erlebnisraum angewiesen sind. Wünschbar wäre eine parallele Zusammenstellung aus anderen Ländern, zum Beispiel aus der Schweiz, aus Frankreich, den skandinavischen Staaten usw.

Mit: Dirk Laucke (Jörg Holz), Matthias Platz (Thomas Zaunmüller), Thomas Mahmoud (Heiner «Texas» Müller), Anita Vulescica (Mandy Butler), Dietrich Kuhlbrodt (Herr von Bismarck Jr. Jr. Jr.), Richard Barenberg (autonomer Nationalist)

Musik: Thomas Mahmoud - Tontechnik: Peter Kainz - Regie: Dirk Laucke, Thomas Mahmoud und Matthias Platz - Produktion: WDR 2011 - Dauer: 52'

Dirk Laucke, 1982 in Schkeuditz (DDR) geboren, ist ein deutscher Dramatiker. Er entwickelt und inszeniert politische Dokumentarprojekte und dokumentarische Theaterstücke, die vom Leben an den urbanen und sozialen Randzonen der Gesellschaft erzählen.

Matthias Platz, geboren 1975, Journalist.

Thomas Mahmoud, geboren 1977, Musiker, Sänger, Soundkünstler.

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Redaktion: Claude Pierre Salmony