«Auf der Brooklyn-Brücke» von Johannes Urzidil

Hoch oben auf einem Pfeiler der New Yorker Brooklyn-Brücke suchen zwei Männer nach Antworten. Der eine aus Verzweiflung. Der andere aus gläubiger Demut. Sie kommen ins Gespräch über den Sinn und Un-Sinn des Lebens. Über Schuld und Sühne. Und dann springt einer von beiden.

Brooklyn-Bridge in New York
Bildlegende: Verbindet Manhattan mit Brooklyn: Die Brooklyn-Bridge. colourbox

Barry will seinem Leben ein Ende setzten. Ein Priester sieht ihn auf der Brooklyn-Brücke stehen und klettert zu ihm hoch. Er will ihn vom Springen abhalten und verwickelt den Verzweifelten in ein Gespräch.

Barry erzählt dem Priester die Geschichte seines Lebens: Im Vietnam-Krieg wurde er als vermisst gemeldet. Als er nach Hause zurückkommt, lebt seine Frau mit seinem Vater und einem Kleinkind zusammen. Der Vater des Kindes ist sein eigener Vater. In dem kleinen Jungen sollte gleichsam der verlorene Sohn und der verlorene Ehemann wiederaufleben.

Mit: Ingold Wildenauer (Barry), Jürgen Cziesla (Penner), Horst Mendroch (Priester), Walter Hess (Polizist)

Hörspielfassung: Jon Laxdal - Tontechnik: Emil Leisi, Annelise Hasler - Regie: Mario Hindermann - Produktion: SRF 1979 - Dauer: 50'

Aus urheberrechtlichen Gründen können wir nur einen Ausschnitt des Hörspiels zum Nachhören anbieten.

Redaktion: Karin Berri