«Bei Trost» von Naema Gabriel

Beinahe wäre Mo schon vor ihrer Geburt gestorben. Nur ein beherzter Tritt von Baby Mo gegen die Bauchdecke hält ihre Mutter vom Selbstmord ab. Mos Aufgabe für die nächsten Jahre ist damit geklärt, ob sie will oder nicht.

(Symbolbild)
Bildlegende: (Symbolbild) colourbox / Art Photo

Mos Kindheit an der Seite ihrer manisch-depressiven Mutter ist eine emotionale Achterbahnfahrt voller Schönheit und Gefahren. Elviras Beziehung zu ihrer Tochter Mo schwankt zwischen überbordender Liebe und völliger Vernachlässigung. Mo muss immer wieder Verantwortung für sich und ihre Mutter übernehmen.

Das Unheilvolle der Symbiose von Mutter und Tochter zeigt sich in gemeinsamen abenteuerlichen Autofahrten und in den Begegnungen mit den sogenannten normalen Erwachsenen.

Die heranwachsende Mo bricht zu eigenen Reisen auf und muss sich fragen: Wer ist meine Mutter - ohne die Krankheit? Habe ich die Krankheit geerbt? Und wenn ich meinen Gefühlen freien Lauf lasse, bin dann auch ich nicht ganz bei Trost?

Mit: Laura Maire (Mo), Nina Petri (Mos Mutter), Luca (Oliver Konietzny), Tanten (Claudia Hübbecker), Psychiater (Moritz Führmann) u.a.

Musik: Tobias Vethake - Regie: Bernadette Sonnenbichler - Produktion: HR 2018 - Dauer: 58'

Redaktion: Katrin Zipse