«Besuch aus Paris» von Alain Franck

In einem Dorf herrschen eherne Gesetze: Jeder hat seinen festen Platz, fällt nicht auf, beobachtet die anderen bei jeder Gelegenheit, spricht darüber aber nur hinter vorgehaltener Hand. Wenn sich also jemand wie ein bunter Paradiesvogel aufführt, muss er mit verstecktem Hass rechnen.

Symbolbild zu «Besuch aus Paris»
Bildlegende: Im Dorf ist das Stadtkind aufgefallen – der Mörder taucht unter. Colourbox

In einem kleinen französischen Provinzdorf ist ein Mord geschehen. Die 24-jährige Tochter von Madame Courlon hatte vor vier Jahren das Dorf verlassen, um in Paris ihr Glück zu versuchen. Dann kehrte sie plötzlich wieder zurück. Als kurz darauf ihre Leiche in einer Waldlichtung gefunden wird, scheint das niemandem besonders leid zu tun nicht einmal der eigenen Mutter.

Die Landespolizei behauptet, der Mörder könne nur ein Landstreicher sein. Doch Inspektor Taillancourt aus Dünkirchen ist anderer Meinung. Ihm ist im medizinischen Bericht eine Bemerkung aufgefallen, die darauf hindeutet, dass der Mörder sein Opfer gekannt haben muss. Er ist überzeugt, dass er mit der Durchleuchtung der Vergangenheit des Opfers dem Täter auf die Spur kommt.

Mit: Edgar Wiesemann (Inspektor Taillancourt), Eva Maria Duhan (Henriette Courlon), Wolfram Berger (Albert Wimereux), Maja Stolle (Mauricette Wimereux), Horst Christian Beckmann (Pierre Veurne), Kurt Fischer-Fehling (Gustave Douriez), Susanne Thommen (Jeannette)

Aus dem Französischen von Maria Frey, Tontechnik: Aldo Gardini, Regie: Willy Buser, Produktion: SRF 1972, Dauer: 55'

Der Franzose Alain Franck (19272014) war Buchhändler und Journalist, bevor er zu einem der erfolgreichsten Kriminalautoren des französischen Rundfunks und Fernsehens wurde. Er schrieb mehr als 30 Stücke für den Hörfunk und verfasste zahlreiche Drehbücher für Spielfilme. Zudem betätigte sich Franck als Regisseur und Produzent für Spielfilme und Fernsehserien und wirkte als Übersetzer. Darüber hinaus war er Verfasser von Kinderbüchern, Polizeiromanen und Theaterstücken.

Redaktion: Susanne Heising