«Blauensee» von Eva Brunner

Ein Luzerner Grounding, das bis heute Spuren hinterlässt. Hochfliegende Finanz- und Glamour-Träume, die ein abruptes Ende nehmen. Eva Brunner, die Stieftochter eines illustren Luzerner Bankiers, hat sich mit ihrer Familiengeschichte auseinandergesetzt und darüber ein Hörspiel geschrieben.

Luzern, Schauplatz von «Blauensee»
Bildlegende: Luzern, Schauplatz von «Blauensee» wikipedia / chensiyuan

Der Bankier Erich Binder – Mäzen und mit Leidenschaft den schönen Künsten zugetan – war während Jahren das personifizierte Zentrum der besseren Luzerner Gesellschaft. Wer sich zu seinem Umfeld zählen durfte, hatte den Eintritt in die Glamourwelt aus Politik, Wirtschaft und Kunst geschafft. Die legendären gesellschaftlichen Anlässe in seinem Schloss schrieben Luzerner Geschichte. Der Bankier, der sich selber als Begründer der Luzerner Musikfestwochen bezeichnete, leitete ein Imperium von diversen Firmen, das er aufgebaut hatte.

Es war derart verwinkelt und verschachtelt, dass ausser ihm niemand den Durchblick hatte. Nach dem überraschenden Selbstmord des Bankiers brach das Imperium zusammen wie ein Kartenhaus. Aber nicht nur Binder stürzte in den Abgrund, auch der Verwaltungsratspräsident der Bank sah für sich keinen Ausweg mehr.

Mit: Desirée Meiser (Erzählerin), André Jung (Erich Binder, Bankier), Chris Pichler (Aida, Frau des Bankiers), Lucy Betulius (Julia, Stieftochter), Fritz Lichtenhahn (Welti, Verwaltungsratspräsident), Horst Warning (Vermeille, Kunsthistoriker und Verwaltungsrat), Fabian Krüger (Wehrle, Vizedirektor), Siggi Schwientek (Koller, Kassierer), Hanspeter Müller-Drossaart (Revisor), Gilles Tschudi (Merian, Revisor), Albert Freuler (Zemp, Bankkunde), Daniel Ludwig (Alexander, Jugendfreund/Wolf), Barbara Magdalena Ahren (Amelie, Schauspielerin), Margret Nonhoff (Journalistin), Henryk Nolewajka (Dr. Stransky), Franziskus Abgottspon (Pfarrer), Margrit Ensinger (alte Dame), Walter Baumgartner (Auktionator), Julia Glaus (Besucherin der Auktion/Rotkäppchen) sowie Emil mit einem kabarettistischen Auftritt

Musik: Risch Biert, Christoph Stiefel - Tontechnik: Roland Fatzer - Hörspielbearbeitung und Regie: Fritz Zaugg - Produktion: SRF 2007 - Dauer: 51'

Redaktion: Julia Glaus