«Couscous und Röschti» von Peter Weingartner

Im Sommer 1940 waren im luzernischen Dorf Triengen französische Soldaten interniert, unter ihnen auch die dunkelhäutigen Spahis, nordafrikanische Soldaten aus den damaligen französischen Kolonien.

Zwei Damen aus Triengen mit einem Spahis.
Bildlegende: Zwei Damen aus Triengen mit einem Spahis. zVg Privatarchiv Manuel Menrath

Einer davon war Ali, und zu ihm hatte die 18-jährige Anna eine besondere Zuneigung. Heute ist diese kurze Begegnung nur noch eine Erinnerung der inzwischen 90-jährigen Anna. Sie erzählt ihrer Urenkelin Rebekka von dieser Zeit und ihrem Zusammentreffen mit Ali. In ihrem Tagebuch und in szenischen Rückblenden werden ihre Erinnerungen lebendig.

Der Stoff zu diesem Hörspiel basiert auf historischen Gegebenheiten: In Triengen waren im Sommer 1940 rund 550 französische Soldaten interniert, darunter auch die nordafrikanischen Spahis. Zwischen der Dorfbevölkerung und den Internierten herrschte ein reger und freundlicher Austausch, an den man sich auch heute noch gern erinnert.

Mit: Margrit Bischof (alte Anna), Martina Fähndrich (junge Anna), Philippe Graber (Ali), Rahel Erni (Rebekka), Marcel Grüter (Kurt), Jörg Gilli (Pfarrer), Peter Fischli (Offizier), Samuel Zumbühl (Wachmann), Daniel Kasztura (Bundesrat Minger)

Musik: Agnes Hunger und Julian Dillier - Tontechnik: Mirjam Emmenegger - Regie: Geri Dillier - Produktion: SRF 2012 - Dauer: 51'

Die Spahis sorgten in Triengen (LU) für Aufregung

SRF my school (DOK 2009): «Fremde Freunde»

Redaktion: Simone Karpf