«Das Geräusch einer Schnecke beim Essen» von Elisabeth Tova Bailey

Durch eine seltene Krankheit ist Elisabeth Tova Bailey ans Bett gefesselt. Eine Freundin schenkt ihr eine Schnecke, die sie im Wald gefunden hat. Bailey beginnt das Tier zu beobachten. Zuerst ohne grosses Interesse, doch dann entdeckt sie einen faszinierenden Kosmos. Und Hoffnung.

Schnecke kriecht über ein Blatt.
Bildlegende: Die Schnecke: vom gemütlichen Tier zur Genesungshelferin. Keystone/Arno Balzarini

Jahre später hat Elisabeth Tova Bailey die Geschichte dieser besonderen Freundschaft aufgeschrieben. Mit wachsender Hingabe beschreibt sie die Bewegungen der Teleskopfühler und die Windungen des Gehäuses ihrer Schnecke. Sie findet heraus, was ihre kleine Freundin am liebsten frisst, wann sie schläft, wie sie sich fortpflanzt – und sie hört das Geräusch, das die Schnecke beim Essen mit ihren über zweitausend winzigen Zähnen macht. Dank ihrer buchstäblichen Langsamkeit wird die Schnecke für die Erzählerin zur Begleiterin auf dem Weg der Genesung.

Mit: Valery Tscheplanowa

Aus dem Amerikanischen von Kathrin Razum - Musik: Fatima Dunn - Hörspielfassung und Regie: Elisabeth Putz - Tontechnik: Andreas Lucke, Roland Fatzer - Produktion: SRF 2017- Dauer: 51'

Das Hörspiel steht bis am 16.7.2020 zum Nachhören zur Verfügung.

Redaktion: Karin Berri