«Das zutrauliche Gespenst von Zürich» von Inez Wiesinger-Maggi

Selbst einem zutraulichen Gespenst ist es nicht geheuer, in der Stadt Zürich durch die Jahrhunderte zu geistern - das beweist dieses heitere Hörspiel. Der römische Legionär Cassius Longinus kommt an einem Herbstabend des Jahres 15 v. Chr. durch die Hand eines rabiaten Helvetiers gewaltsam ums Leben.

Lindenhof, Zürich, oder Turicum: Schauplatz des Hörspiels. Die Festungsmauern sind Überreste des römischen Kastells.
Bildlegende: Lindenhof, Zürich, oder Turicum: Schauplatz des Hörspiels. Die Festungsmauern sind Überreste des römischen Kastells. wikipedia / Roland zh

Die Leiche wirft der Kelte kurzerhand in die Limmat. Bis seine Gebeine rechtmässig beigesetzt werden, ist Cassius Longinus dazu verurteilt, als ruheloses Gespenst umherzugehen. Obwohl friedfertig und harmlos, stösst er im Lauf der Jahrhunderte mit seiner Geschichte nur auf Skepsis, Unglauben oder Spott; begegnet man ihm mit Unfreundlichkeit oder Herablassung - ob zur Zeit der ersten Christen, im Mittelalter, zur Reformationszeit oder in der jüngsten Vergangenheit.

Dieses Hörspiel entstand 1986 zum 2000-Jahr-Jubiläum der Stadt Zürich.

Mit: Hans Jedlitschka (Chronist), Thomas Stuckenschmidt (Cassius Longinus), André Jung (Marius), Klaus Knuth (Vercondaridubuus), Hans-Dieter Zeidler (Filibert), Brigitte Dietz (Marie), Renate Steiger (Anna), Horst Warning (Friederich Rollenbutz), Claudine Rajchmann (Eve), Dany Rohr (Roli), Oscar Bingisser (Üse), Peter Bollag (Tschingis), Vincenzo Biagi (Bauarbeiter), Peter Fischli (Bauarbeiter)

Musik: Emil Moser

Regie: Mario Hindermann

Produktion: SRF 1986

Dauer: 51'

Redaktion: Isabel Schaerer