«Der Olympiafähndler» von Hanspeter Gschwend

Dem Hörspiel liegt eine wahre Geschichte zugrunde: Der Luzerner Franz Hug führte bei der Eröffnungsfeier der Olympiade von 1936 in Berlin an der Spitze der Schweizer Sportler-Delegation seine Fahnenschwünge vor.

Franz Hug, der Olympiafähndler, 1936 in Berlin.
Bildlegende: Franz Hug, der Olympiafähndler, 1936 in Berlin. cover

Franz Hug war in den Dreissigerjahren ein internationaler Star unter den Fahnenschwingern (und auch sonst eine schillernde Figur). Das hoch in den Himmel stechende weisse Kreuz im roten Feld löste bei den 100'000 Zuschauern im Stadion Begeisterungsstürme aus.

Es hiess, Hug habe sich nach den Feierlichkeiten von Nazis überreden lassen, auch die Hitlerfahne zu schwingen. Das gab in der Schweiz einen gewaltigen Krach, in den schlussendlich gar das Bundesgericht involviert wurde.

Mit Ueli Jäggi (Fahnenschwinger Walter Trutziger), Michi Lienert (Walter Trutziger als Bub), Mathias Gnädinger (Vater Willy Trutziger), Therese Bichsel (Mutter Rosa Trutziger), Ernst Sigrist (Knecht Remigi Zgraggen), Albert Freuler (Präsident ZSJV Liberat Walker), Hans Rudolf Twerenbold (Aktuar Julius Abächerli), Hanspeter Müller-Drossaart (Reporter Radio Beromünster), Klaus Henner Russius (SS-Oberst Dr. Isselhorst/Gast/SS-Mann), Alexander Tschernek (Schutzpolizist Goltermann/Fahrer/Gast/SS-Mann), Tilo Nest (SS-Leutnant Steinwendler/Gast/SS-Mann), Paul Felix Binz (Mitglied ZSJV Eduard Zurfluh) u.v.a.

Regie: Fritz Zaugg - Musik: Hans Kennel & Mytha, The Contemporary Alphorn Orchestra - Produktion SRF 1997 - Dauer 52‘

„Der Olympiafähndler" wurde 1997 in Berlin mit dem Prix Europa - bestes europäisches Hörspiel - ausgezeichnet.

Redaktion: Fritz Zaugg