«Die Donau Resonanz» Feature von Martin Engler

Kann Kunst die Welt verändern? Oder mindestens das Bewusstsein von Menschen füreinander? Ein Radiostück als Teil und Bericht einer sozialen Plastik gegen Abschottung und kleingeistigen Nationalismus - für eine Utopie friedlichen Miteinanders.

Die Donau in Regensburg.
Bildlegende: Die Donau in Regensburg. colourbox

Vom versickernden Rinnsal bis zum horizontweiten Delta nimmt die Donau vielfältigste Formen an und durchfliesst dabei zehn Länder. Bis heute eine der wichtigsten Handelsrouten, verbindet sie unterschiedliche Kulturkreise und war im Laufe der Geschichte immer wieder Zeugin kriegerischer Auseinandersetzungen.

Inzwischen ist die Donau Teil des vereinten Europas und wurde, nicht zuletzt durch ihre besondere Fliessrichtung von West nach Ost, zu einem Sinnbild der EU-Osterweiterung. Aktuell erfahren wir, wie schwierig es ist, eine Europäische Gemeinschaft in Freiheit und friedlicher Vielfalt aufzubauen und aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig wissen wir, wie wichtig dies wäre.

Im Rahmen des Kunstprojekts «Brückenschlag – Donauschöpfung» des Aktionskünstlers Joachim Eckl soll an einem Sommertag die Donau durch eine gemeinsame, länderübergreifende Handlung für einen Augenblick in ihrer Gesamtheit erfasst werden.

Der Radiomacher Martin Engler hat sich entlang des mächtigen Stroms umgesehen und mit Menschen gesprochen, die an der sozialen Plastik Eckls teilgenommen haben. Er liess sich von folgenden Grundfragen leiten: Wie stehen die Menschen der Donauregion heute zur europäischen Integration? Und: Kann die Donau als kulturelle Resonanzachse ihren grenzüberschreitenden Einfluss gegen Abschottung und Nationalismus geltend machen?

Mit: Cristin König, Linda Olsansky, Thomas Gerber, Martin Engler und unzähligen Menschen, die entlang der Donau leben und wirken.

Regie: Martin Engler - Produktion: rbb/DLF 2018 - Dauer: 54'

Redaktion: Mark Ginzler