«Eine wundersame Nacht» von Slawomir Mrozek

Zwei Handlungsreisende müssen auf einer Dienstreise ein Hotelzimmer teilen und scheinen sich in der Nacht auf der Grenze zwischen Traum und Realität zu verlieren. Mrozek erweist sich einmal mehr als pointierter Schriftsteller, der der Absurdität unserer Wirklichkeit zu Leibe rückt.

Symbolbild
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«Mrozek ist Humorist - also meint er es besonders ernst. Er ist Satiriker - also verspottet er die Welt, um sie zu verbessern. Er ist ein Mann des Absurden - also zeigt er das Widersinnige, um die Vernunft zu provozieren.» (Marcel Reich-Ranicki)

Zwei Männer werden aus dem Schlaf gerissen und treffen auf eine dritte Person (eine Frau), die mit einem von ihnen verabredet zu sein scheint. Beide Männer kennen sie jedoch nicht.

Es entsteht ein Verwirrspiel zwischen den dreien. Sie können die Spirale von Traum und Realität nicht mehr entwirren und versuchen fieberhaft das Rätsel ihrer Existenz zu lösen.

Mit: Hans Helmut Dickow (Der Herr Kollege), Hans-Dieter Zeidler (Der werte Herr Kollege), Herlinde Latzko (Die dritte Person)

Aus dem Polnischen von Ludwig Zimmerer - Hörspielfassung und Regie: Klaus W. Leonard - Produktion: SRF 1982 - Dauer: 44'


Aus urheberrechtlichen Gründen können wir das Hörspiel während 7 Tagen integral zum Nachhören anbieten.

Slavomir Mrozek (geboren 1929 in Borzecin, Polen) gehört mit u.a. Gombrowicz, Witkiewicz und Lem zum Kreis der polnischen Fantasten. Er arbeitete zuerst als Karikaturist. 1958 gelang ihm mit seinem dramatischen Sketch «Die Polizei» der grosse Durchbruch und hatte sein Genre gefunden. Mrozek verlegte sich auf das Schreiben von Bühnenstücken, die in ihrer satirischen Schärfe seinen Cartoons in nichts nachstehen. Er starb im August 2013 in Nizza.

Redaktion: Buschi Luginbühl