«Em Philipp Hotz sy grossi Wuet» von Max Frisch

Im März 1958 wurden in Zürich zwei Einakter von Max Frisch aufgeführt. Der eine wurde zum Welterfolg: «Biedermann und die Brandstifter». Der andere geriet in Vergessenheit: die Geschichte von Philipp Hotz, der seine Ehe in Trümmer legt. Frisch, im Beziehungschaos erprobt, sah darin einen Schwank.

Max Frisch (1981)
Bildlegende: Max Frisch (1981) Keystone

Philipp Hotz trennt sich in wütender Entschlossenheit von seiner Frau Dorli. Er sperrt sie in den Kleiderschrank und lässt die Zügelmänner die gemeinsame Wohnung räumen. Da fliegen die Fetzen, krachen die Möbel und kocht die Stimmung. Doch wie so oft hat die Wut nach ihrem Erschlaffen ein klägliches Ende.

Studenten der Theaterwissenschaft in Bern haben 1982 dieses ebenso handfeste wie komische Ehedrama für das Hörspiel bearbeitet und in Mundart übertragen. Charles Benoit hat es inszeniert.

Mit: Franz Matter (Philipp Hotz), Silvia Jost (Dorli), René Besson (Wilfrid), Renate Müller (Clarissa), Hanspeter Otti, Peter Freiburghaus (Dienstmänner), Brigitte Bissegger (Jumpfer), Dieter Stoll, Pierre Kocher, Charles Benoit (Zöllner)

Hörspielbearbeitung: Studenten der Theaterwissenschaft der Universität Bern - Regie: Charles Benoit - Produktion: SRF 1982 - Dauer: 34'

Das Hörspiel kann während 30 Tagen ab Sendedatum online nachgehört werden.

Redaktion: Reto Ott