«Ewigkeitsendeteufelgott Walla» von Wohlschlegel-Röhrer/Butzmann

Er bemalte Häuser, Bäume und Strassen und alles, was ihm in die Finger kam. Er schuf sich eine private Mythologie mit Göttern, Teufeln und fremden Wesen aus anderen Galaxien. August Walla war wohl der universellste Künstler der Art-Brut-Szene.

Das Haus der Künstler.
Bildlegende: Das Haus der Künstler. Wikimedia

August Walla (1936 2001) war ein Original, stadtbekannt, noch lange bevor ihn jemand als Künstler ernst nahm. Er und seine Mutter «verunsicherten» Klosterneuburg, indem sie sich den bürgerlichen Normen widersetzten. Erst als die 88-Jährige sich nicht mehr zurechtfand, kamen Mutter und Sohn nach Gugging, ins Haus der Künstler. Die gesamte Umgebung des Hauses der Künstler wurde von Walla bemalt und vereinnahmt. Wolfgang Röhrer und Frieder Butzmann dokumentierten 1997 den aussergewöhnlichen Künstler und sein Lebensumfeld in Gugging. Und wie bei Walla selbst, wurde jegliches Material künstlerisch bearbeitet und in neue meist musikalische Zusammenhänge gestellt.

Mit August Walla, Johann Feilacher, Tobias Frey, Brigitte Rychlowski und Friedrich Knilli

Komposition: Frieder Butzmann - Regie: Wolfgang Wohlschlegel-Röhrer - Produktion: Audio Suggestion für DeutschlandRadio Berlin, 1997 - Dauer: 52‘

Redaktion: Johannes Mayr