«Global Player. Wo wir sind, isch vorne.» von Felix Huby 1/2

Felix Huby ist Schwabe und hat TV-Geschichte geschrieben. Der Doyen der deutschen Drehbuchautoren hat nämlich den legendären Tatort-Kommissar Schimanski erfunden. Sein neuestes Hörspiel handelt von der schwäbischen Provinz, die wie die schweizerische von der Globalisierung nicht verschont bleibt.

Das Familienunternehmen «Bogenschütz & Söhne» baut seit Generationen im schwäbischen Hechingen zuverlässige Textilmaschinen. Aber seit einiger Zeit bleiben die Aufträge aus, die asiatische Konkurrenz ist billiger.

Juniorchef Michael Bogenschütz steht das Wasser bis zum Hals. Bei jeder produzierten Maschine zahlt die Firma drauf, die Belegschaft ist unruhig. Michael versucht, neue Aufträge zu gewinnen, doch das gestaltet sich schwierig. Die Bank verweigert ohne weitere Sicherheiten einen neuen Kredit.

Sein Haus hat Michael der Bank bereits überschrieben, ohne dass die Familie davon weiss. Den Lebensunterhalt bestreitet seine Frau Silke mit ihrem Lehrerinnengehalt. In seiner Not sieht sich Michael gezwungen, hinter dem Rücken seines Vaters Paul Bogenschütz Verhandlungen mit chinesischen Investoren zu beginnen, um die drohende Insolvenz abzuwenden.

Das Hörspiel entstand frei nach dem gleichnamigen Spielfilm von Hannes Stöhr aus dem Jahr 2013, wobei es auch einige nicht gedrehte Szenen enthält. Die Hauptrolle des Firmenpatrons verkörpert in beiden Versionen der 93-jährige und in seiner schwäbischen Heimat hochverehrte Schauspieler Walter Schultheiss.

Mit: Walter Schultheiss (Seniorchef Paul Bogenschütz), Christoph Bach (Juniorchef Michael Bogenschütz), Inka Friedrich (Marlies Bogenschütz), Renate Winkler (Marianne Bogenschütz), Stefan Hallmayer (Matthias Bogenschütz), Rita Lengyel (Silke Bogenschütz), Monika Anna Wojtyllo (Haushälterin), Kevin Chen (Chinesischer Verhandlungspartner) u.a.

Regie: Günter Maurer - Produktion: SWR 2016 - Dauer: 50'

2/2: Montag, 9.10.2017, 14.00 Uhr, SRF 1

Redaktion: Reto Ott