«Gschnätzlets» von Silvano Cerutti

«Gschnätzlets» ist ein akustischer Rohschnitt aus gegenwärtigen Befindlichkeiten in einem Land, in dem die Verunsicherung regiert. Was ist los auf diesem «Planet Switzerland», der zunehmend isoliert um sich selber kreist? Silvano Cerutti hat sich umgehört und Stimmen gesammelt.

Ein Gericht wie eine Nation: in viele Stücke unterteilt.
Bildlegende: Ein Gericht wie eine Nation: in viele Stücke unterteilt. Keystone

In einer Reihe monologischer Portraits lässt der Schweizer Autor Silvano Cerutti seine (erfundenen) Figuren erzählen, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Ungekünstelt, unverstellt und widersprüchlich. Sie kommen aus unterschiedlichen Regionen, Milieus und Generationen, vom Land und aus der Stadt. Vor allem aber aus jenem mehrheitlich unfassbaren Dazwischen, das man Agglomeration nennt. Da, wo man gerne die Faust im Sack macht und sich dann wundert, wenn einer Amok läuft.

«Die meisten wollen sich nur gut metzgen in einem Klima aus Resignation, Besitzstandswahrung und Angst vor dem Jobverlust. Manchmal hilft Schimpfen, Schalk und selber denken, manchmal reicht auch das nicht bis zur Übersicht, diesem modernen Luxusgut.» (Silvano Cerutti, 2007)

Mit Mona Petri, Leonardo Nigro, Beat Marti, Kamil Krejci, Buddy Elias, Peter Wyssbrod, Hansrudolf Twerenbold, Samia von Arx, Jörg Gilli

Hörspielfassung und Regie: Reto Ott - Produktion: SRF 2009 - Dauer: 52'

Redaktion: Reto Ott