«Hier Himmel»: Gedichte von 14 Schweizer Autorinnen und Autoren begleitet von Musikimprovisationen

Zum Abschluss der Reihe «Jazz und Lyrik» soll die in ihr abgebildete Tradition der musikalischen Begleitung von gesprochener Lyrik fortgesetzt werden.

Bewegter Wolkenhimmel.
Bildlegende: Statisch oder bewegt, Gedichte und Jazz: «Hier Himmel». Flickr/ Oliver S.

In der Auswahl von Gedichten aus Roger Perrets 2013 erschienenen Anthologie «Moderne Poesie in der Schweiz» sind in der Reihenfolge ihrer Textbeiträge folgende Autorinnen und Autoren vertreten: Jürg Halter, Ingrid Fichtner, Annemarie von Matt, Aglaja Veteranyi, Lisa Elsässer, Constance Schwartzlin-Berberat, Walter Gross, Hans Schärer, Tresa Rüthers-Seeli, Mathias Traxler, Jörg Steiner, Gertrud Wilker, Kuno Raeber, Kurt Aebli.

Drei Meister der Improvisation haben während einer Aufnahmesession im Basler Hörspielstudio Gedichte mit Motiven zu den Lebensdimensionen von Statik und Bewegung in ihr Spiel integriert. Dabei fand eine musikalische Grenzüberschreitung statt vom Jazz in die reine Improvisationsmusik.

Mit: Mona Petri, Katja Reinke, Birgit Kempker, Siggi Schwientek, Anette Herbst, Monica Budde, Dinah Hinz, Jörg Schröder, Bertilla Giossi, Natalia Conde, Vincent Leittersdorf, Laurin Buser, Lara Stoll

Musik: Fred Frith (E-Gitarre), Hans Koch (Klarinetten), Julian Sartorius (Schlagzeug)

Technik: Basil Kneubühler - Regie: Claude Pierre Salmony - Produktion: SRF 2015 - Dauer: 24'

Fred Frith, 1947 in East Sussex (GB) geboren, gehört als Gitarrist, Musikinstrumentalist, Improvisator und Hochschullehrer zu den ganz Grossen in der neuen internationalen Musikszene. Er hat alle musikalischen Genregrenzen überschritten, tritt mit den VertreterInnen verschiedenster Richtungen auf (u.v.a. John Zorn, Lindsay Cooper, David Moss, Heiner Goebbels). Seine Kompositionen werden aufgeführt von so wichtigen Ensembles wie das Arditti Quartett, das ARTE Quartett und das Rova Saxophone Quartett.

Hans Koch, 1948 in der Schweiz geboren, hat seine Musikerkarriere als klassischer Klarinettist begonnen und dann zum Jazz und zur reinen Improvisation gewechselt. Sein Schaffen im berühmten Trio Koch-Schütz-Studer und mit Grössen wie Cecil Taylor und Fred Frith haben ihm einen gewichtigen Platz in der internationalen Musikszene eingebracht.

Julian Sartorius, 1981 in Thun geboren, ist aufgewachsen unter dem Einfluss von Michael Jackson, dem Hip Hop und der World Music, hat an der Jazzschule Bern studiert. Seine Lehrer waren Fabian Kuratli, Pierre Favre und Norbert Pfammatter. Zusammen mit Fred Frith, Sophie Hunger und vielen anderen, aber auch mit Soloprogrammen, tritt er international auf.

Redaktion: Claude Pierre Salmony