«ICKE HOMO» von Anatol Atonal

Die Generation der «digital natives» wächst nicht einfach in der Welt auf, sondern in einer medial vielfach gespiegelten Welt – als gespiegeltes und sich spiegelndes ‹Ich›. «Icke Homo» ist ein Zwiegespräch des Autors mit sich selbst und mit den Stimmen seiner medialen Prägung.

Alte Tür von aussen.
Bildlegende: Rückzug zu den eigenen Klängen und Geräuschen. Colourbox

Entstanden ist das Hörstück als Bachelorarbeit, für die sich Anatol Atonal über ein halbes Jahr zu Hause eingesperrt hat, um sich auf den Kosmos seiner eigenen Gedanken zu konzentrieren. Musikalisch bewegt er sich bereits in dieser frühen Arbeit mit traumwandlerischer Sicherheit zwischen atmosphärischem, filmischem Sound und Avantgarde-Beats.

Mit: Anatol Kempker

Musik und Regie: Anatol Atonal – Autorenproduktion 2009 – Dauer: 50'

Anatol Atonal, alias Kempker, ist 1982 in Deutschland geboren und in Basel aufgewachsen. Er hat an der Bauhausuniversität Weimar einen Master in Mediengestaltung gemacht. Von klein auf hat er zuerst als Sprecher, dann auch als Soundgestalter immer wieder an Hörspielproduktionen seiner Mutter Birgit Kempker mitgewirkt. Ein Teil seines eigenen Schaffens bewegt sich im Bereich des gesprochenen, sowie geschriebenen Wortes, im Zentrum seines Engagements stehen allerdings die beatlastige Musik und Sampleexperimente, die Klang- und Radiokunst.

Diese Produktion können wir Ihnen nach Ausstrahlung für 7 Tage zum Nachhören zur Verfügung stellen. Danach wird das Audio ersetzt durch einen Ausschnitt.

Redaktion: Claude Pierre Salmony