«Manon des Sources» von Marcel Pagnol

Marcel Pagnols Roman «Das Wasser der Hügel» lieferte die Vorlage für das Hörspiel «Manon des Sources». Nach dem Tod ihres Vaters Jean de Florette nimmt die junge Manon Rache an den Bewohnern ihres provenzalischen Heimatdorfes: Sie versiegelt eine für das Dorf lebenswichtige Quelle.

Schauplatz von Pagnols Geschichten: Die Provence.
Bildlegende: Schauplatz von Pagnols Geschichten: Die Provence. colourbox

Manon führt als arme Hirtin ein hartes Leben in den verlassenen Hügeln der Provence. Zusammen mit ihrer Mutter hat sie Wohnrecht auf dem Hof, der bis vor wenigen Jahren der Familie gehörte, dann verkauft werden musste, weil das Wasser ausblieb. Selten lässt sie sich im Dorf sehen.

Irgendwann findet sie heraus, dass schon ihr Grossvater einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist, und dass die gleichen Bauern auch ihren Vater Jean de Florette auf dem Gewissen haben. Vor Jahren war der mit seiner Frau und Manon aus der Stadt aufs Land gezogen, um sein Erbe anzutreten: einen schönen Hof mit einer eigenen Quelle. Neidisch und geldgierig hatten die Bauern die Quelle so verstopft, dass das Land wertlos wurde und Jean einen neuen Brunnen bauen musste.

Bei der Sprengung wurde er von herabstürzenden Steinen erschlagen. Das ganze Dorf wusste Bescheid und schwieg zu den Vorfällen. Nun schwört Manon Rache. Sie verschüttet die Hauptquelle des Dorfes, treibt ein böses Spiel mit dem unsterblich in sie verliebten Ugolin, und nur durch Bernard, den neu ins Dorf gekommenen Lehrer, findet sich ein Mittel gegen den furchtbaren Zorn der jungen Frau.

Mit: Maria-Magdalena Thiesing (Manon, eine Hirtin), Franz Matter (Bernard, der Lehrer), Hanna Frohwein-Heller (Madame de Florette), Walburga Gmür (Baptistine, eine Piemonteserin), Thea Poras (Nathalie, Mutter des Polyte), Peter Kner (ein Bauer), Regula Briner (eine Bäuerin), Eva Portmann (Elodie, Ugolins Schwägerin), Joachim Ernst (Philoxène, der Bürgermeister), Franz Johann Danz (Der Pfarrer), Werner Leonhard (Le Papet, der Dorfälteste), Hans E. Berg (Claudius, der Metzger), Adolf Raschendorfer (Pamphile, Schreiner und Radiospezialist), Otto Freitag (Pétugue, Schmied und Totengräber), Felix Klee (Ange, Brunnenmeister), Heinz Voss (Ugolin, Bauer), Horst Michael Rappold (Polyte, Bauer), Johannes Von Spallart (Monsieur Belloiseau, ein Rentner), Siegfried Süssenguth (Massicard, ein Ingenieur), Fritz Pfister (Der Wachtmeister)

Aus dem Französischen von Franz Höllering - Musik: Friedrich Scholz - Hörspielfassung: Urs Helmensdorfer - Regie: Amido Hoffmann - Produktion: SRF 1964 - Dauer: 75'

Redaktion: Karin Berri