«Ob die Granatbäume blühen» von Gerhard Meier

«Ob die Granatbäume blühen» war das letzte Buch von Gerhard Meier (19172008). Ein schmales Bändchen, das den Tod seiner Frau Dorli umkreist, das Leben mit ihr, und die Leerstelle, die sie hinterlässt. Der Schauspieler Ueli Jäggi bringt Meiers persönlichsten, berührenden Text zum Klingen.

Ein einsamer Baum auf einer Wiese im Gegenlicht.
Bildlegende: Gerhard Meiers Auseinandersetzung mit dem Tod seiner Frau: «Ob die Granatbäume blühen». Flickr/ Manfred Morgner

«Ob die Granatbäume blühen» wurde Hörspiel des Monats Februar 2015. Es stehe, so die Jury, «in seiner radikalen Einfachheit wie ein einsamer Solitär in der aktuellen Hörspiellandschaft. Es ist ein klassisches Hörspiel, klassisch in seiner strikten Konzentration auf die Stimme eines Schauspielers. Ueli Jäggi ist die Stimme des Schweizer Schriftstellers Gerhard Meier [...]. Ein Monolog entwickelt sich zu einem grossen Lebenspanorama, in dem die Ehefrau Dorli, auch nach ihrem Tod, der immer präsent bleibende Lebensmensch für Gerhard Meier ist. Und so ist der Monolog zugleich ein insgeheimer verwunschener Dialog.»

Mit: Ueli Jäggi

Musik: Merzouga und Philip Zoubek - Regie: Janko Hanushevsky
Produktion: DLF 2015 - Dauer: 69'

Gerhard Meier wurde 1917 in Niederbipp BE geboren. Hier wuchs er auf, hier arbeitete er in einer Lampenfabrik, hier wurde er schliesslich zum Schriftsteller. Niederbipp wurde in Meiers Romanen («Borodino» oder «Land der Winde») zum Dorf «Amrain», und zu einer Sehenswürdigkeit auf der Karte der Weltliteratur. Meier bezeichnete sich selbst als «Provinzler, der immer nur die Welt in die Provinz hineinholen wollte». Er starb 2008.

Redaktion: Wolfram Höll