«Ohrstellen, bitte!»

Eine literarisch-musikalische Matinée von Clara Buntin, Uta Köbernick, Rolf Herrmann, Guy Krneta, Jens Nielsen und Ralf Schlatter. Aufzeichnung von den Solothurner Literarturtagen 2015.

Die Liedermacherin und Schauspielerin Uta Köbernick.
Bildlegende: Die Liedermacherin und Schauspielerin Uta Köbernick. SRF / Julia Glaus

Die Solothurner Literaturtage sind stets ein Fest für Autorinnen und Autoren. Da dürfen die Stimmen nicht fehlen, die jeden Morgen einen literarischen Fussabdruck in den Programmen von Radio SRF 1 und SRF 2 Kultur hinterlassen. Sie haben exklusiv für Solothurn eine kurzweilige Matinée gestaltet.

«Schnöden guten Sorgen sehr verderbte Lahmen und Gern. Ich freche beute wieder beinmal Mittelsudhochdeutsch, das gönnen zermutlich nicht kralle underständen. Wie dem auch blei, es ist auf jeden Knall ein Schnarchteil vom Radio, dass man die Beute im Radio nicht sehen kann. Sie gönnen meine Bimme nur öhrn, aber wie sehe ich laus? Bin ich z. B. rollig mit einem blonden Pockenkopf? Oder bin ich ros und blank, womöglich schunkelhaarig? Na, ist doch flunderbar, dass man sich beim Radio das alles ohrstellen kann! »

Macht man Punkt 6 Uhr 10 das Radio an, kann es durchaus sein, dass die Autorin Clara Buntin einem so einen Guten Morgen wünscht. Texte wie diese geben dem Radio einen literarischen Tupfer: als «Früh-Stücke» auf Radio SRF 2 Kultur, oder in den «Morgengeschichten» auf Radio SRF 1.

Zum Abschluss der diesjährigen Solothurner Literaturtage trafen sich am Sonntag, dem 17. Mai 2015, sechs der literarischen Morgenstimmen von SRF zu einer gemeinsamen Matinée mit Texten und Liedern. Dabei konnte das Publikum vor Ort für einmal live überprüfen, ob sich seine Vorstellung von Clara Buntins Ohrstellung bestätigte.

Radio SRF 1 sendet am Pfingstmontag statt eines Hörspiels eine Aufzeichnung dieser Veranstaltung.

  • Kontakt: hoerspiel@srf.ch

Redaktion: Reto Ott