«Roman Feast / A Grape From Thor Heyerdahl’s Table»

Vier ganz unterschiedliche Sound-Umgebungen laden dazu ein, den eigenen Lebensraum via Radio zur bewohnbaren Klanginstallation zu verwandeln. Sie stammen aus den zwei von Thorsten Soltau jüngst erschienenen Alben, die Tonbandaufnahmen aus den 1980er-Jahren zum Ausgangsmaterial haben.

Thorsten Soltaus Klanginstallation basiert auf Materialien der 1980er-Jahre.
Bildlegende: Thorsten Soltaus Klanginstallation basiert auf Materialien der 1980er-Jahre. Wikimedia

Soltau berichtet: «‹Roman Feast›, entstand, als der niederländische Komponist und bildende Künstler Max Kuiper mir digitalisierte Tonbandaufnahmen schickte, mit der Bitte, diese frei zu verwenden. Das Material stammte vornehmlich aus den 1980er-Jahren und faszinierte mich in seiner Schlichtheit und Schönheit. Statt mit dem Material technisch Schlitten zu fahren, fertigte ich ‹Übersetzungen› an. Dazu beliess ich das Material weitgehend und wandte lediglich schmale Korrekturen an. Da Max und ich somit bereits zusammenarbeiteten, beschlossen wir, noch andere Künstler miteinzubeziehen. Dadurch bekam ich weitere Klangmaterialien, welche in den kreativen Prozess miteinflossen. Die Endkonzeption der Titel unterlag jedoch mir allein. ‹Roman Feast› entstand unter negativen persönlichen Bedingungen, die das Werk klanglich einfärbten.»

Musik: Thorsten Soltau - Produktion: Eigenproduktion 2014 - Dauer: 34'

Thorsten Soltau, 1987 in Sande geboren, lebt in Wilhelmshaven. Seit Dezember 2014 ist er als Volontär im Printbereich tätig. Sein künstlerisches Schaffen hat eine multidisziplinäre Ausrichtung in den Bereichen Klangdesign und Fotografie - ohne akademischen Hintergrund. Es entwickelte sich durch Aneignung elektronischer Kompositionstechniken auf autodidaktischem Wege und durch kreatives Spiel mit bereits existierenden Klängen (Feldaufnahmen/Plunderphonics). In den letzten Jahren gibt es bei Soltau einen verstärkten Materialaustausch und zahlreiche Zusammenarbeiten mit internationalen Künstlern (Max Kuiper, Fluorescent Grey, The Dead Mauriacs).

Aus urheberrechtlichen Gründen können wir Ihnen auf unserer Internetseite nur einen Ausschnitt des Hörspiels anbieten.

Redaktion: Claude Pierre Salmony