«Shanghai - Wolfsgrub via Sibiria»

1937 stirbt ein deutscher Schriftsteller 46-jährig im Shanghaier Exil: Max Mohr, Jude, Arzt und erfolgreicher Dramatiker der 1920er-Jahre. Die Zeit seiner Emigration dauerte nicht länger als drei Jahre. 1934 verlässt er Deutschland und seine Werke werden verboten.

In seiner künstlerischen Entwicklung jäh unterbrochen, kehrt er der Literatur den Rücken und versucht, sich als einer der vielen Emigranten-Ärzte in Shanghai durchzuschlagen - jeden Tag von neuem auf «Patientenfang», wie er es nennt.

Mit: Donata Höffer - Musik: Guy Klucevsek - Realisation: Nicolas Humbert - Produktion: Bayerischer Rundfunk, 1997 - Dauer: 53'

Ab 14. September ist Max Mohrs Roman «Venus in den Fischen» in 13 Folgen in der «Lesung im Zwei» zu hören.

Redaktion: Stephan Heilmann