«Spinoza» von Dimitri Frenkel Frank

Spinoza und Rembrandt, der Philosoph und der Maler. Beide lebten um 1650 in Amsterdam, doch ob sie sich kannten, ist ungewiss. Im Hörspiel treffen sie nun aufeinander. Gewitzte Gespräche sind die Folge, über Gott und die Welt, über Spinozas Zweifel an der Religion und Rembrandts Verzweifeln am Geld.

Porträt des Philosophen Baruch Spinoza.
Bildlegende: Spinoza und Rembrandt waren Zeitgenossen. Ob sie sich kannten ist unbekannt. In diesem Hörspiel treffen die Beiden aufeinander. Wikimedia Commons

2016 ist Rembrandt-Jahr, denn der Meister wurde vor 400 Jahren geboren. Das Jüdische Historische Museum Amsterdam feiert ihn mit der Ausstellung «Der jüdische Rembrandt». Jude war Rembrandt zwar nicht, aber er revolutionierte die malerische Darstellung von Juden. Er verwehrte sich gegen eine Ikonografie voller antisemitischer Klischees. Er malte die Juden, so wie er Christen malte - nämlich so, wie sie waren. Umso interessanter ist die Idee des Hörspiels, Rembrandt mit Spinoza sprechen zu lassen. Spinoza, der aufgrund seiner Religionskritik aus der jüdischen Gemeinde Amsterdams verbannt wurde. Und Rembrandt, der Szenen aus dem Alten Testament wie kein Zweiter lebendig werden liess.

Mit: Robert Hauer-Riedl (Spinoza), Peter Ehrlich (Rembrandt), Walter Richter (Rabbi Morteira), Michael Schacht (Zacuto), Siegfried Meisner (Magistrat), Maria-Magdalena Thiesing (Hendrikje), Renate Müller (Ein Mädchen)

Aus dem Niederländischen von Jost Miehlbradt - Hörspielfassung: Bruno Beusch - Tontechnik: Werner Feldmann -
Regie: Amido Hoffmann - Produktion: SRF 1983 - Dauer: 73'

Dimitri Frenkel Frank wurde 1928 in München geboren. Mit acht Jahren zog er in die Niederlande. Nach dem Zweiten Weltkrieg prägte Frenkel Frank den niederländischen Rundfunk, ob als Autor von Hörspielen und Drehbüchern oder auch als Regisseur. 1988 starb er in Hilversum.

Aus urheberrechtlichen Gründen können wir Ihnen auf unserer Internetseite nur einen Ausschnitt des Hörspiels anbieten.

Redaktion: Wolfram Höll