Der Mekong-Blues

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60 Millionen Menschen leben vom Mekong, von seinem Fischreichtum und von der Fruchtbarkeit seiner Ufer: Er fliesst von der Quelle in Tibet durch sechs Länder Asiens bis nach Vietnam. In den vergangenen Jahren aber verschwanden immer mehr Fischarten.

Das Wasser sinkt immer tiefer und die Reiskulturen am Ufer leiden schwer darunter. Viele geben den gewaltigen Staudämmen die Schuld, mit denen die Chinesen in den letzten Jahren immer mehr Strom erzeugen. Im Süden, im Mekong-Delta, wo sich der Fluss in viele Arme teilt, leben tausende Familien seit vielen Generationen in ihren schwimmenden Häusern. Sie leiden unter dem sinkenden Wasser. Hier im Süden leidet auch die Erde an den Ufern: Das Wasser des Flusses wird durch den stärkeren Rücklauf vom Meer immer salziger und zerstört so tausende Hektar der Reiskulturen. Die Regierung hat nun Versuche gestartet mit neuen Reissorten, die dem Salzwasser trotzen sollen. Die ersten Ergebnisse sind durchaus ermutigend. Aber noch ist es nicht sicher, ob diese Reisfelder, die immerhin die Hälfte der Menschen in Vietnam ernähren, noch zu retten sind.

Zweitausstrahlung am Samstag, 9. Februar 2013 um 11.00 Uhr auf SRF 1.