Deutsche Dynastien - Die Opels

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Nur von 1899 bis 1929 baute die Familie Opel Autos. In dieser kurzen Zeit hat es die Familie vermocht, Deutschland für immer zu verändern. Denn sie schufen das erste Volksauto. Aus einem Luxusgut für Reiche wurde ein alltäglicher Gebrauchsgegenstand, der die individuelle Massenmobilität ermöglichte.

Doch auf dem Höhepunkt des Erfolgs verkaufte Wilhelm von Opel die Firma 1929 an General Motors - ein Schock für die deutsche Öffentlichkeit. Der Verkaufsgrund blieb ein Rätsel, die Öffentlichkeit spekulierte wild, witterte Vaterlandsverrat - doch die Familie schwieg über Jahrzehnte.

Zum ersten Mal erzählen die Opels in «Deutsche Dynastien» den eigentlichen Beweggrund: Wilhelm von Opel traute seinem Sohn Fritz nicht zu, dass dieser eines Tages die Firma verantwortungsvoll führen könne. Der Verkauf machte die Familie reich: Gunter Sachs, dessen Mutter eine geborene Opel war, wurde nach dem Krieg der erste deutsche Playboy.

Die Veräusserung löste jedoch auch ein Familiendrama aus. Fritz von Opel, der von seinem Vater 1929 nicht einmal über den bevorstehenden Verkauf informiert wurde, fiel in eine düstere Welt von Selbstmitleid und Depressionen, aus der er sich Zeit seines Lebens nicht mehr lösen konnte. Darunter litt besonders seine Tochter, Christina, genannt «Putzi». Zum ersten Mal berichten Familienangehörige über die Geschichte ihrer Familie und sprechen auch offen über die Schattenseiten von Erfolg und Reichtum.