Die Mütter von Fukushima

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«Keine Gefahr, wir haben alles unter Kontrolle», das war das Mantra der Behörden und der Verantwortlichen seit dem GAU von Fukushima im März 2011 - die Mütter in Japan glauben ihnen nicht. Denn sie fürchten, ihre Kinder seien viel gefährdeter als der Staat und seine Berater zugeben wollen.

Zur Beruhigung der Eltern ordnete die Regierung an, alle Kinder in Fukushima ihr Leben lang regelmässig an der Schilddrüse untersuchen zu lassen - sicherheitshalber. Die Eltern stehen nun vor der Wahl, entweder weit wegzuziehen oder zu bleiben und mit der Gefahr zu leben. Zu fliehen bedeutete nach dem Ehrenkodex der japanischen Gesellschaft, sich von ihr auszuschliessen. Deshalb haben sich die Mütter von Fukushima zusammengeschlossen und kontrollieren die Lebensmittel auf eigene Faust. Von Regierungskreisen werden sie als «Gefährliche Links-Gerichtete Bewegung»  denunziert. Trotzdem organisieren sich Mütter inzwischen in ganz Japan nach dem Vorbild von Fukushima. In Tokio versuchen sie vor allem eine unverstrahlte Ernährung für ihre Familien zu sichern oder sie suchen nach Methoden, unverstrahltes Trinkwasser zu identifizieren.

Zweitausstrahlung am Samstag, 16. März 2013 um 10.50 Uhr auf SRF 1.