Solar Mamas

Solar Mamas

An der "Barfuss-Universität" in Indien lassen sich 28 Frauen aus der ganzen Welt ausbilden, wie sie aus Sonnenenergie Strom erzeugen können. Darunter ist auch die Jordanierin Rafea, die trotz Widerständen ihren Weg erfolgreich bestreitet.

Rafea ist die zweite Frau eines arbeitslosen Beduinen in Jordanien. Elektrizität gibt es in ihrem armen Dorf keine. Sie wünscht sich für sich und ihre vier Kinder ein besseres Leben. Und dann erhält sie eine einmalige Chance: Zusammen mit 27 anderen Frauen aus der ganzen Welt darf sie für ein halbes Jahr nach Indien an die "Barfuss-Universität". Das Ziel des Gründers, Bunker Roy: Die Frauen sollen lernen, wie sie aus Sonnenenergie Strom gewinnen können und ihr erlerntes Wissen zurück in ihre Dörfer bringen. Die Frauen leben während sechs Monaten zusammen auf dem Campus in Indien. Die elektrischen Bestandteile und das Löten zu erlernen, ohne lesen und schreiben zu können, geschweige denn Englisch zu verstehen ist der leichte Teil. Schwieriger umzugehen ist mit dem Druck, den Rafeas Mann von zu Hause aus auf sie ausübt. Er zwingt sie, die Ausbildung abzubrechen und ins Beduinendorf zurückzukehren, ansonsten werde er ihr die Kinder wegnehmen. Doch er hat nicht mit der Unterstützung von Raouf Dabbas vom jordanischen Umweltministerium für seine Frau gerechnet. Zurück in Indien schliesst Rafea ihre Ausbildung als "Solar-Ingenieurin" als Beste der Klasse ab und kehrt mit neuem Selbstbewusstsein in ihr Dorf zurück, wo sie ihre weiblichen Nachbarinnen für die Solar Revolution gewinnt.
Zweitausstrahlung am Samstag, 8. Dezember 2012 um 11.55 h auf SF1.