Wilde Pyrenäen - Berge des Lichts

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Als Gott die Pyrenäen schuf, heisst es bei den Einheimischen, bildete er die Felsen so, dass sie tagsüber das Licht trinken können. Nach Sonnenuntergang verströmen sie es wieder in die Welt, und so leuchten die Wände und Zinnen in den Nächten still unter den Sternen.

Sonne und Wolken spielen mit dem Licht der Berge und malen faszinierende Bilder. Mediterraner Klimaeinfluss verzaubert die Almen in ein Blütenmeer und sorgt für eine extrem artenreiche Tierwelt.

Im französischen Cirque de Gavarnie ziehen Murmeltiere ihre Jungen auf, Bären streifen durch die Schlucht von Aran, und Bartgeier kontrollieren jeden Tag riesige Reviere in der Bergwildnis, um im Segelflug nach Beute, meist in Form von Knochen, zu suchen. Werden sie endlich fündig, nehmen sie den Knochen auf, segeln damit in grosse Höhen und lassen ihn dann auf die Erde fallen. Die Wucht des Aufpralls zertrümmert den «Leckerbissen», und der Tisch ist endlich gedeckt. Im Gegensatz zu anderen Teilen Europas scheint in den Pyrenäen der Lebensraum für die seltenen Bartgeier noch intakt zu sein. Aber auch verschiedene Adler- und Schmetterlingsarten sowie anderes Kleintier sind - woanders längst bedroht - hier noch zu finden.