Anne-Sophie Mutter spielt Penderecki

Anne-Sophie Mutter, die Ausnahmegeigerin mit Star-Status, liebt die musikalische Moderne. Zum 85. Geburtstag des polnischen Komponisten Krzysztof Penderecki spielt sie seine «Metamorphosen».Seit 30 Jahren kennen und schätzen sie sich, die Geigerin und der Komponist.

Symbol auf Grün
Bildlegende: SRF / Sébastien Thibault

Wiederholt hat sie Musik von ihm gespielt, 1995 sogar dieses 2. Violinkonzert uraufgeführt. Mutter vergleicht Penderecki mit dem Mahler Picasso: Wie dieser hat auch der Komponist seine künstlerische Sprache mehrfach geändert, und in diesem Konzert treffen denn auch verschiedene Stilebenen aufeinander.
Anne-Sophie Mutter zu diesem Stück: «Die 'Metamorphosen' verlangen mir höchste technische Meisterschaft ab und schenken grösste musikalische Erfüllung. Einer der grossartigsten musikalischen Höhepunkte ist für mich der letzte, der langsame Abschnitt, der das pochende Thema des ersten aufnimmt. Er endet in einer Begräbnisszene, in der die Seele dann doch den toten Körper überwindet und gen Himmel fliegt. Dieses Werk ist für mich eine physische und psychische Herausforderung, der ich mich in grosser Dankbarkeit noch oft stellen werde.»

Krzysztof Penderecki: Violinkonzert Nr. 2 «Metamorphosen»
Dmitri Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 15 op. 141

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Maciej Tworek, Leitung (Penderecki)
Andrey Boreyko, Leitung (Schostakowitsch)
Anne-Sophie Mutter, Violine

Konzert vom 16. Mai 2018, Philharmonie, Berlin

Dieses Konzert können Sie während 30 Tagen nach Sendetermin nachhören.

Redaktion: Roland Fleig