Antonin Dvorak: Stabat Mater op. 58

Stabat Mater dolorosa: Da steht Maria, vom Schmerz gezeichnet, und trauert um ihren toten Sohn Jesus. In der Vertonung dieses mittelalterlichen Textes durch Antonin Dvorak wird aber auch Hoffnung spürbar.

Dabei war Dvorak selber leidgeprüft, als er sein grosses Werk für Solostimmen, Chor und Orchester 1877 fertigstellte. Das Ehepaar Dvorak hatte innerhalb kurzer Zeit seine drei Kinder verloren: Eine Tochter war 1875 kurz nach der Geburt gestorben, später verloren die Eltern die andere Tochter im Alter von elf Monaten und schliesslich auch noch den dreijährigen Sohn. Trotz dieser persönlichen Betroffenheit ist Dvoraks Stabat Mater aber nicht einfach ein dunkles Werk geworden. Schmerzlich-dramatisches prägt zwar den ersten Teil, doch die Musiksprache wandelt sich: Der christliche Glaube verhilft zur Zuversicht.
Mariss Jansons und das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks haben dieses eindrückliche Werk diesen Frühling an verschiedenen Orten aufgeführt, in Luzern bzw. in München.

Antonin Dvorak: Stabat Mater op. 58

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Chor des Bayerischen Rundfunks
Mariss Jansons, Leitung
Erin Wall, Sopran
Mihoko Fujimura, Mezzosopran
Christian Elsner, Tenor
Liang Li, Bass

Konzert vom 26. März 2015, Herkulessaal München

Redaktion: Roland Fleig