Bach pur

Mit ihrer «Dornröschen»-Geige (einer hell klingenden Stradivari) widmet sich Isabelle Faust erfolgreich der Musik Johann Sebastian Bachs. Auch wenn, wie sie sagt, man sich als Geiger für dieses Repertoire nie bereit fühlt. Ein Zeichen von Fausts hohen Ansprüchen.

Die CD-Aufnahme auf jeden Fall von Bachs Werken für Violine solo ist Isabelle Faust geglückt. So haben es weitherum die Kritiker beurteilt. Historisch bewusst geht die deutsche Geigerin an ihren Bach heran, mit Barockbogen, aber ohne Darmsaiten. Was Isabelle Faust ein präzises, waches und aus dem Moment heraus entstehendes Spiel ermöglicht.
In diesem Gstaader Konzert widmet sich die Geigerin nun nur einer einzigen Solo-Sonate, entdeckt dafür aber die Welt der (weniger oft aufgeführten) Duo-Sonaten von Bach. Dies zusammen mit Kristian Bezuidenhout am Cembalo, der im Moment einer der aufregendsten Tasten-Musiker der Alten Musik ist.

Johann Sebastian Bach:
Sonate für Violine und Cembalo Nr. 1 h-Moll BWV 1014
Sonate für Violine solo Nr. 2 a-Moll BWV 1003
Sonate für Violine und Cembalo Nr. 3 E-Dur BWV 1016
Toccata für Cembalo d-Moll BWV 913
Sonate für Violine und Cembalo Nr. 6 G-Dur BWV 1019

Isabelle Faust, Violine
Kristian Bezuidenhout, Cembalo

Konzert vom 29. Juli 2014, Kirche Lauenen (Menuhin Festival Gstaad)

Redaktion: Norbert Graf