Bachs geistliches Drama

Die Johannespassion ist die dramatischere, kürzere von Bachs Passionen. Das Leiden Jesu, mit musikalischer Leidenschaft erzählt und geschildert, wurde im KKL in Luzern von einem einheimischen Ensemble aufgeführt: von der Accademia Barocca Lucernensis.

Symbol auf Rot
Bildlegende: SRF / Sébastien Thibault

Der lateinische Name dieser «Barock-Akademie» lässt eine bereits lange Geschichte vermuten, doch das Gegenteil ist der Fall. Trotz lateinischem Namen ist das Ensemble ein Kind des 21. Jahrhunderts. Erst seit 2014 spielen die Musikerinnen und Musiker - aufgeteilt auf ein Vokalensemble und ein Barockorchester - zusammen.
Nachdem letztes Jahr eine erste, sehr hörenswerte CD mit geistlichen Werken von Zelenka und Hasse erschienen ist, wagt sich das Luzerner Ensemble nun an dieses Bach-Meisterwerk. Und auch der Evangelist stammt aus Luzern: Der junge Tenor Mauro Peter, der wiederholt an den Salzburger Festspielen oder an der Schubertiade Schwarzenberg aufgetreten ist.

Johann Sebastian Bach: Johannespassion BWV 245

Accademia Barocca Lucernensis - Barockorchester & Vokalensemble
Javier Ulises Illán, Leitung
Mauro Peter, Tenor (Evangelist)
Julia Doyle, Sopran (Arien & Magd)
Alberto Miguélez Rouco, Countertenor (Arien)
Remy Burnens, Tenor (Arien & Knecht)
Lisandro Abadie, Bass (Arien & Petrus)
Flurin Caduff, Bass (Jesus)
Serafin Heusser, Bass (Pilatus)

Konzert vom 12. März 2020, KKL Luzern

Redaktion: Valerio Benz