«Chan e See dänke?» Eine musikalische Hommage an Biel

Zum 50. Geburtstag bestellt das Sinfonieorchester Biel Solothurn beim Komponisten Jean-Luc Darbellay ein neues Werk. Und der wünscht es sich zweisprachig, passend zur Stadt, und mit Bezug zum naheliegenden See.

Symbol auf Grün
Bildlegende: SRF / Sébastien Thibault

Die Sprache kommt in Darbellays neuem Stück «Belena», einem Monodram, verspielt zur Anwendung, denn die Worte stammen unter anderem vom Berner Mundart-Artisten Guy Krneta. «Chan e See dänke?» fragt der sich. Oder «Wen e Schtei über ds Wasser gumpet, vo Oberflächi zu Oberflächi, chan i ahne, wis isch gsi, wo d Schteine no gläbt hei, wo si gfloge sy wi Vögu»?
Diese artistischen Wortflüge hängen nicht einfach in der Luft, sondern nehmen Bezug auf andere Biel-erprobte Geister, etwa auf Jean-Jacques Rousseau oder Robert Walser. Und der Berner Komponist Jean-Luc Darbellay entwickelt zu diesen Wortschichten seine behutsame Klangwelt.

Antonin Dvorak: Carnaval. Konzertouvertüre op. 92
Jean-Luc Darbellay: Belena. Melodramatisches Konzert für Orchester mit Texten von Charles Ferdinand Ramuz, Robert Walser, François Debluë und Guy Krneta (Uraufführung)
Joseph Lauber: Sinfonie Nr. 1

Sinfonieorchester Biel Solothurn
Kaspar Zehnder, Leitung
Isabelle Freymond, Sprecherin

Konzert vom 19. Februar 2020, Kongresshaus Biel

Dieses Konzert steht bis 7 Tage nach Sendetermin zum Nachhören zur Verfügung.

Redaktion: Cécile Olshausen