Eine Schubert-Soirée am Fortepiano-Festival «Flügelschläge»

Eines der berühmtesten Kammermusikstücke von Franz Schubert entstand für ein beinahe vergessenes Instrument. Heute sind Bratscherinnen und Cellisten dankbar für die Arpeggione-Sonate - aber wie klang es wirklich, dieses Instrument, das auch als «Streichgitarre» angepriesen wurde?

Symbol auf Orange
Bildlegende: SRF / Sébastien Thibault

Der Cellist Martin Zeller hat sich der historischen Rarität angenommen und erweckt den Arpeggione-Klang zu neuem Leben. Er ist zu Gast am Festival der Fortepiano-Spezialistin Els Biesemans in der Zürcher Bühlkirche und stellt das fast verschollene Instrument mit weiteren Werken der Epoche vor. Das Duo Zeller-Biesemans erlaubt es auch, den Klang des Violoncellos mit dem des Arpeggiones zu vergleichen.Zudem bereichert Els Biesemans solistisch den Abend mit einigen der schönsten Schubert-Juwelen, und auch Martin Zeller entlockt seinem Cello berührende Solo-Klänge der Romantik.

Eine Zeitreise nach Wien 1825:
Franz Schubert: Sonatine D-Dur op. 137 (mit Arpeggione)
Franz Schubert: Impromptu B-Dur op. 142/3
Franz Schubert: Arpeggione-Sonate
Bernhard Romberg: Adagio E-Dur
Louis Spohr: Tempo di Polacca A-Dur aus der Oper «Faust»
(aus: Vincenz Schuster, «Anleitung zur Erlernung des von Hrn. Georg Staufer neu erfundenen Guitare-Violoncells»)
Franz Schubert: Ungarische Melodie
Franz Schubert: Lied der Mignon (Arr. Friedrich August Kummer)
Franz Schubert: Ihr Bild
Franz Schubert: Taubenpost (Arr. Leopold Jansa)
Franz Schubert: Ständchen (Arr. August Lindner)
Johann Nepomuk Hummel: Variationen für Violoncello und Fortepiano über «La Monferrina»

Martin Zeller, Arpeggione und Violoncello
Els Biesemans, Fortepiano (Josef Brodmann, Wien 1825)

Konzert vom 9. November 2018, Bühlkirche, Zürich-Wiedikon (FortepianoFestival «Flügelschläge»)

Redaktion: Andreas Müller-Crepon