Fantasievolles, Stürmisches, Strenges mit dem Merel Quartett

Ein breites Panorama öffnet das Merel Quartett mit seinem Konzert. Es spielt Werke, die sich ebenso durch fantasievolle Einfälle und Klänge wie durch strenge Arbeit auszeichnen. Und es beginnt mit zwei Stücken von Henry Purcell, die gar nicht für Streichquartett geschrieben wurden.

Aber dessen vierstimmige Fantazias (wohl für Gambenquartett) sind geradezu Vorläufer der Gattung des Streichquartetts, die mit den Werken Beethovens und Bartoks schwindelerregende Höhepunkte erreichte. Dazu zwei Werke des Schweizers Erich Schmid, der sein Komponieren später zugunsten des Dirigierens einstellte.

Henry Purcell: Fantasias c-Moll Z 738 und e-Moll Z 741
Erich Schmid: Canon cancricans sopra B.A.C.H (1938) und Canon für Streichquartett (1949)
Ludwig van Beethoven: Streichquartett op. 59 Nr. 1 «Razumovsky»
Béla Bartók: Streichquartett Nr. 6

Merel Quartett

Konzert vom 25. April 2015, Helferei Zürich

Redaktion: Roland Fleig