Kammermusik aus drei Epochen

Wie geschieht uns Zuhörern wenn die gewohnte Konzertlautstärke plötzlich massiv unterschritten wird? Zu erleben war dies im Juni im Wildt'schen Haus in Basel gleich zu Beginn des Konzertes.

Schwarze Kleider, weisse Notenblätter: Der Schweizer Komponist Jean-Jacques Dünki beim Schreiben von Musik.
Bildlegende: Der Schweizer Komponist Jean-Jacques Dünki. Keystone

Der Pianist und Komponist Jean-Jacques Dünki begann das Programm mit Musik für Clavichord, ein Instrument, das einen grossen Nuancenreichtum bereithält, aber extrem leise ist. Und wie die Augen sich bald an Dunkelheit gewöhnen, so ist es auch mit dem Ohr und den leisen Klängen, ein neues Reich erschliesst sich. Mit der Konsequenz, dass sein darauf folgendes Streichquartett eine fast schon orchestrale Wirkung entfaltete.

Louis Couperin: Suite a-Moll
Gerhard Kastner: Vier Choräle auf Gedichte von Angelus Silesius
Louis Couperin: Passacaille g-Moll
Jean-Jacques Dünki: Études V & III pour le clavicorde
Jean-Jacques Dünki: Streichquartett Nr. 2 (Uraufführung)
Antonín Dvorák: Streichquartett Es-dur op. 51

Sonos Quartett
Jean-Jacques Dünki, Clavichord

Konzert vom 20. Juni 2015, Wildt'sches Haus, Basel

Redaktion: Valerio Benz