Luzerner Sinfonieorchester: Spuren aus dem Exil USA

Hollywood-Glamour, orchestral: Christian Poltéra ist der prominente Solist im Korngold-Konzert. Und die Junge Philharmonie Zentralschweiz und das Luzerner Sinfonieorchester nehmen sich gemeinsam Béla Bartóks «Konzert für Orchester» vor, eines der bedeutendsten Orchesterwerke des 20. Jahrhunderts.

Ein grosses Gebäude am See, es ist am Eindunklen, Lichter leuchten.
Bildlegende: as Luzerner Sinfonieorchester ist das Residenzorchester im KKL Luzern. Keystone

Es entstand 1943 in New York, wohin Béla Bartók aus Europa geflohen war. Fast sofort wurde es von den grossen Orchestern weltweit aufgeführt.
Als Jude musste auch Erich Wolfgang Korngold nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten emigrieren. In seiner zweiten Heimat Hollywood schrieb er Musikgeschichte – als Filmkomponist. Sein opulent orchestriertes Cellokonzert op. 37 greift auf Musik fürs Kino zurück.


Die Komponistin Katharina Rosenberger stammt aus Zürich, lebt und unterrichtet zur Zeit aber hauptsächlich in San Diego, Kalifornien. Ihr Auftragswerk geht aus von den Spuren, Erinnerungen und Klängen, die ein Leben hinterlässt, und arbeitet mit unkonventionellen Orchester-Klängen, Geräuschen und überraschenden Raum-Effekten, wie E-Gitarren und Perkussion, die aus dem Zuschauerraum spielen.

Erich Wolfgang Korngold: Cellokonzert C-Dur op. 37
Katharina Rosenberger: Spuren (Oeuvre Suisse #22, UA)
Béla Bartók: Konzert für Orchester

Luzerner Sinfonieorchester
Junge Philharmonie Zentralschweiz
Steven Sloane, Leitung
Christian Poltéra, Violoncello

Konzert vom 27. Januar 2016, KKL Luzern

Redaktion: Elisabeth Baureithel